AKTUELLESInfoJugendbereichReitbereichKinderbereichKooperation

Bienengruppe

Die Bienengruppe mit sechs Bienenvölkern findet unter fachlicher Anleitung durch zwei pädagogischen Mitarbeitern, die an einer Imkerkursus teilgenommen haben statt.

Wir sind Mitglied im Kreisimkerverein Kiel und erhalten weitere fachliche Beratung.

 

Die Bienenhaltungsarbeiten sind der Schwerpunkt dieses pädagogischen Angebots.

 

Diese Aufgaben inklusiv zwei Honigernten werden über das ganze Jahr verteilt.

 

Das Bienenvolk – der Bien

Die europäische Honigbiene lebt in einem Staat, der im Sommer aus 10.000 bis 40.000 Bienen besteht. Es gibt Völker, die sich noch stärker entwickeln. Die meiste Zeit des Jahres besteht das Bienenvolk nur aus weiblichen Bienen: aus der Königin und den Arbeiterinnen, die Honig sammeln, die Larven aufziehen und den Stock verteidigen. Im Sommer werden auch männliche Bienen (Drohnen) aufgezogen.

Das Bienenvolk mit seinem Stock wird in der Imkerei der Bien genannt, weil es als Ganzes, wie ein Organismus reagiert. Er legt z. B. Vorräte an. Man bedenke, dass die Arbeiterinnen, die im Sommer Honig einlagern, vor dem Winter sterben werden. Sie betreiben eine gezielte Vorratswirtschaft für ihre Schwestern der kommenden Generation.

Die Körpertemperatur der einzelnen Biene kann schwanken, aber der Bien hält in seinem Inneren, dem Brutnest, seine Körpertemperatur sehr genau bei 35°C und eine relative Luftfeuchte von 40%.

 

Drei Wesen der Honigbiene

Die drei Bienenwesen unterscheiden sich in ihrem Äußeren, ihren Aufgaben und ihrem Verhalten.

Augenfällig sind die Größenunterschiede zwischen den drei Wesen. Königin und Drohnen sind größer als die Arbeiterinnen. Beim Drohn fallen sofort die großen Komplexaugen auf. Die Königin erkennt man am großen, länglichen Hinterleib (Abdomen).

Außerdem gibt es auffällige Unterschiede in den Rüsseln und den Hinterbein zwischen Arbeiterin, Königin und Drohn. Die Unterschiede deuten bereits auf die Unterschiede in der Funktion und dem Verhalten der drei Wesen hin.

 

Die Arbeiterin

ist die eigentliche Honigmacherin. Sie erledigt das Alltagsgeschäft des Bienenvolkes. Unter den Arbeiterinnen besteht eine gut organisierte Arbeitsteilung. Putzen, Aufräumen, Ammendienste und die Betreuung der Königin gehören zu ihren Aufgaben. Ebenso ist sie für die mehr handwerklichen Tätigkeiten, wie Wabenbau und Honigbereitung zu ständig. Die älteren Bienen arbeiten im Außendienst als Wächterin, Erkundungsbiene und Sammlerin.

 

Der Drohn

geht aus einem unbefruchteten Ei hervor. Der Drohn hat im Alltagsgeschäft des Volkes nur eine Aufgabe: nicht im Wege stehen. Seine große Stunde kommt, wenn junge, unbegattete Königinnen zum Hochzeitsflug starten. Denn Drohnen haben nur die Aufgabe eine Königin zu besamen. Und das sollte nicht eine Königin aus dem eigenen Volk sein.

 

Königin

 die Mutter des Volkes Sie ist die Primadonna im Volk – die erste Frau im Staate. Sie bekommt eine Sonderbehandlung von Klein an. Sie ist stets umsorgt von Ammenbienen.

Das hat seinen Grund: Die Königin leistet Schwerstarbeit. Von März bis August muss sie permanent für Nachwuchs sorgen. Sie legt pro Tag bis zu 1200 Eier - auch Stifte genannt. Das entspricht 80% ihres Körpergewichts. Das erfordert eine energiereiche und vor allem an Eiweißen reiche Nahrung. Sie wird daher von Ammenbienen mit einem speziellen Futtersaft, dem Gelèe royal, gefüttert.

 

Was uns die Biene liefert.

Honig

Honig ist die Nahrungsreserve des Bienenvolkes für Zeiten mit geringer oder fehlender Tracht, vor allem für den Winter.

Pollen

Pollen ist der wichtigste Eiweiß-Lieferant für Bienen. Ohne Pollen könnten die Bienen ihren Nachwuchs nicht großziehen.

Propolis

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet, weil die Bienen damit alle Ritzen und kleineren Löcher ihres Bienenstockes abdichten. Zu Beginn des Winters wird mit Propolis das Flugloch verkleinert.

Ausgangsprodukt ist das Harz, das die Bienen an einigen Baumarten (speziell Pappel, Erle, Birke, Kastanie und Nadelbäume) sammeln. Diesem eigentlichen Rohstoff fügen sie Sekret aus der Mandibeldrüse hinzu.

Gelée royale

Die Zusammensetzung des Futtersafts für die Königin und ihre Larve unterscheidet sich vom Futtersaft für die Larven von Arbeiterinnen und Drohnen. Man spricht daher vom Königinnen- oder Weiselfuttersaft, dem Gelée royale.

Bienenwachs

Wachs war neben Honig bereits in der Frühzeit des Menschen ein wertvolles Gut. Vorläufer der Wachskerze war die Wachsfackel. Seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. gibt es bei den Römern Wachskerzen.

Bienengift

Bienengift ist, in der richtigen Dosierung angewendet, ein Heilmittel. Bienengift wird bei rheumatischen Muskelerkrankungen eingesetzt. Es hilft bei Nerven- und Gelenkerkrankungen. Seine generelle Wirkung ist, dass es die Durchblutung fördert und entzündliche Prozesse hemmt.

 

PhotosE-MailAWO-KVHomeLink